Presse
Hier finden Sie eine Auswahl aktueller Presseartikel aus der Lausitzer Rundschau zu den wichtigsten ACOL-Projekten und Aktionen.
City-Info-Service in leuchtendem Rot
Ab sofort unterwegs: 41 Ratgebende COTTBUS (wh). “Cottbus öffnet sich”, sagte gestern Wirtschaftsdezernent Markus Derling im Rathaus, als er auf eine Neuerung der Stadt hinwies -auf den neuen City-Informations-Service.
Ab sofort sind an zentralen Punkten der Stadt 41 Männer und Frauen in leuchtend roten Westen mit dem Aufdruck “City-Informations-Service” unterwegs, um Ratsuchenden Einheimischen und besonders Auswärtigen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Mit diesem ausschließlich von geschulten ABM-Kräften durchgeführten Service will die Stadt Cottbusern und Gästen helfend zur Seite stehen, die etwas über Sehenswürdigkeiten erfahren wollen, bestimmte Straßen und Behörden suchen oder die sich über die günstigsten Verkehrs verbindungen informieren wollen. Die 29 Damen und 12 Herren, die im Straßenbild durch .ihr leuclitendes Outfit in den Stadtfarben auffallen, sind täglich von 8 bis 21 Uhr, im Sommer gar bis 22 Uhr unterwegs. In der Innenstadt, am Staatstheater, am Hauptbahnhof, in der Pückler-Passage sowie bei Großveranstaltungen sind sie präsent. Später soll der Service auch auf die Bereiche Branitzer Park und Tierpark ausgeweitet werden.
Träger dieser zunächst bis zum 31. März 1999 laufenden Aktion ist die Acol in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt. 41 Langzeitarbeitslose konnten so in Beschäftigung gebracht werden. Acol-Geschäftsführerin Christel Mehlhom und Projektleiter Max Laske hoffen, daß die Förderung und damit, diese beispielgebende Aktion auch nach dem März nächsten Jahres weiterlaufen kann. Noch in diesem Frühjahr soll eine “schnelle Einsatzgruppe” auf die Beine gestellt werden, wie Markus Derling erklärte. Die Truppe soll bei Bedarf angerichtete Schäden oder besondere Verunreinigungen im Stadtgebiet beseitigen,ohne in die Kompetenz und Aufgaben der Costar einzugreifen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt ist vereinbahrt, um Hinweise unbürokratisch weiterzuleiten.
Streifzug durch die Museen
Kultusminister Reiche in Guben zur “Technik Tour”-Eröffnung
Guben (iw). Zur gestrigen Eröffnung der Spree-Neiße “Technik-Tour” machte Brandenburgs Kultusminister Steffen Reiche mit seiner Tochter auch in Guben zweifach Station. Im Technischen Museum der Hutindustrie in der Gasstraße führte ihn Projektleiterin Monika Noack von der Gesellschaft für Arbeitsförderung mbH (ACOL) durch die Ausstellung.
Nach dem Eintrag ins Gästebuch fragte der Minister nach der Spendenkiste. Doch die war leider nicht vorhanden. Und dann überraschte Reiche alle noch mit dem Wunsch den Geschäftsführer der Gubener Hüte GmbH zu sehen und einen Blick in die Produktionshallen zu werfen. Damit brachte er den Zeitplan sichtlich durcheinander. Denn der Besuch des Städtischen Museums “Sprucker Mühle”, des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde und des Hüttenmuseums Peitz standen auch noch an.
Vor der Guben-Visite hatte Steffen Reiche bereits das Brandenburgische Textilmuseum in Forst und das Grießener Wasserkraftwerk besichtigt.
“Kümmert euch um die Jugend”
Diskussionsrunde zum Verhältnis von jungen und älteren Bürgern
Cottbus (mk). Viel Verständnis für die Jugend zeigten Senioren bei einer Diskussionsrunde zum Verhältnis von älteren und jüngeren Bürgern, zu der die Freizeitbegegnungsstätte ACOL eingeladen hatte. Bürgermeister Bernhard Neisener sprach von einem “schwierigen Thema”, das man nur lösen könne, wenn “jeder Courage zeigt”. : Zu der Gesprächsrunde hatten sich auch vier Jugendliche aus dem Jugendtreff der Begegnungsstätte eingefunden. Einer von ihnen brachte unverholen seine politische Einstellung zum Ausdruck, die die Senioren zwar nicht teilten, aber dennoch tolerierten. Bemerkenswert fanden die Anwesenden die Offenheit der jungen Gäste. Einig waren sich die Älteren darin, daß man der Jugend nicht allein die Schuld für ihre Probleme geben könne. “Es wird nur geredet, aber es ändert sich nichts. Kümmert euch endlich um die Jugend”, forderte Irene Pastucha dann von den Politikern. Dem hielt Neisener entgegen, daß sich die Zeiten geändert hätten. “Freiheit hat ihren Preis, wir müssen die Dinge nun selber regeln und das Gespräch mit den Jugendlichen suchen”, erklärte der Bürgermeister die Rolle der Politik.
Zuviel Gewalt
Für Susanne Proske wird in den Medien zuviel Gewalt gezeigt: “Ist doch kein Wunder, wenn das auf die Jugendlichen abfärbt”, verlangt sie nach strengeren Auflagen für die Fernsehsender. Der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Conrad Bossow, verwies darauf, daß auch die Jungen mal älter werden würden. “Viele Jugendliche haben Frust, viele Senioren aber auch”, sagte Bossow und hatte damit den Anwesenden aus dem Herzen gesprochen. Ein konkretes Ergebnis konnte und wollte die Diskussion nicht bringen. Es ging vielmehr darum, sich gegenseitig die Probleme zu schildern und Vorurteile abzubauen. Daß das nur ein Anfang sein konnte, war allen Beteiligten klar. In Zukunft wollen die Senioren verstärkt den Kontakt mit den Jugendlichen suchen, die ebenfalls Räume in der Begegnungsstätte nutzen.
