Dokumentation zur „Geschichtlichen Aufarbeitung der Stadt Guben vom 7.Oktober 1949 bis 17. Juni 1953“
Unsere Projektgruppe erarbeitete im Rahmen einer ABM eine Dokumentation zur „Geschichtlichen Aufarbeitung der Stadt Guben vom 7.Oktober 1949 bis 17. Juni 1953“. Systematisch wurde in mühseliger Kleinarbeit eine Vielzahl von bisherigen Veröffentlichungen mit Unterstützung der Mitarbeiter der Bibliothek, des Stadtarchivs und der zahlreichen Gespräche mit Zeitzeugen zusammengetragen.
Trotz umfangreicher Recherchen mussten wir feststellen, dass für den o.g. Zeitraum wenig Material zur Verfügung stand. Als Hauptgrundlage dienten Veröffentlichungen aus der Märkischen Volksstimme, der Lausitzer Rundschau und der Gubener Heimatkalender, die sehr subjektiv waren.
Die ersten schweren Jahre des Neubeginns nach dem Ende des zweiten Weltkrieges sind vorbei. Die ersten Tränen über die vielen, vielen Opfer des Krieges sind getrocknet, der erste Hunger gestillt, die ersten Trümmer der zerstörten Häuser sind beseitigt. Nun heisst es, Ärmel hoch und nach vorn schauen. Es galt, zu einem normalen Leben zu finden. Im östlichen Teil Deutschlands haben die Arbeiter und Bauern die Macht in die Hand genommen. Der Krieg hinterließ in allen Bevölkerungsschichten große Lücken. Millionen fielen als Soldaten „auf dem Feld der Ehre“, viele andere wurden als Gegner des Hitlerregimes in Konzentrationslagern und Gefängnissen ermordet. Die Führung des gesamten Verwaltungsapparates legte die sowjetische Besatzungsmacht in die Hände der Genossen. Unter der Leitung und Kontrolle der Sowjetischen Militäradministration wurde mit dem Aufbau eines Verwaltungsapparates begonnen. Diese Tätigkeit war für die Mehrzahl der in verantwortliche Positionen Eingesetzten ungewohnt. Arbeiter, die vorher an der Drehbank standen, sollten nun das Regieren übernehmen. Das anfängliche Überleben der Bevölkerung und der allmähliche Übergang zur Normalität waren das Gebot der Stunde.
Alle Texte aus den o. g. Quellen wurden orginalgetreu und in der zu dieser Zeit geltenden Rechtschreibung übernommen. Die Zeitzeugenberichte wurden in der heute gültigen Rechtschreibung verfasst. Um die in der Dokumentation verwendeten Bezeichnungen und Abkürzungen für jüngere Leser verständlich zu machen, wird auf den Anhang verwiesen. Die Mitarbeiterinnen des Projektes bedanken sich für die Bereitschaft und Unterstützung der Zeitzeugen, die durch persönliche Erlebnisse unsere Dokumentation bereicherten.
E-Book (pdf): Dokumentation “Geschichtlichen Aufarbeitung der Stadt Guben 1949 bis 1953″ 301-Seiten
